Slbg: Kindergarten in der Natur

Slbg: Kindergarten in der Natur

Der sechste Salzburger Waldkindergarten eröffnet in Kuchl mit 15 Kindern.

 

Waldkindergärten, das sind Kinderbetreuungseinrichtungen im Wald, ganz ohne Wände und Türen. Nur ein kleines, neu gebautes – übrigens sehr ansehnliches wie idyllisch gelegenes – Holzhaus am Waldrand dient den Kindern in Kuchl als Heimatbasis. Was für viele Menschen noch sehr neu klingt, boomt in Österreich derzeit zusehends. Außer im Burgenland gibt es bereits in allen Bundesländern diese innovativen Kinderbetreuungskonzepte. In der neuen Waldgruppe in Kuchl, die Teil des Gemeindekindergartens ist, werden Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut.

Entwicklung ganzheitlich fördern

„Waldkindergärten stärken die körperliche Entwicklung und das Selbstbewusstsein der Kinder. Hier in Kuchl werden die Kinder von zwei speziell ausgebildeten Elementarpädagoginnen bei ihren Entdeckungsreisen in der freien Natur begleitet. Der Wald wird Tag für Tag spielerisch erkundet, die Umwelt in ihrer ganzen Vielfalt kennengelernt und die eigenen Stärken entwickelt. Ich bin beeindruckt von diesem mutigen pädagogischen Konzept und freue mich über diese bereits sechste Waldkindergruppe im Land Salzburg“, betonte Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Elementarpädagogik.

Vizebürgermeisterin Carmen Kiefer lobte die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Kräfte: „Gemeinsam haben wir hier ein wunderbares, innovatives Projekt passend zur Holzgemeinde Kuchl auf die Beine gestellt. Von der Idee zum Projekt, gestartet gemeinsam mit dem Holztechnikum Kuchl,  und schlussendlich bis zur Verwirklichung ist der Waldkindergarten Kuchl gewachsen. Ich danke allen Menschen, die dabei mitgeholfen haben. Es ist schön mit anzusehen, mit welcher Begeisterung die Kinder den neuen Waldkindergarten besuchen.“

Gemeinsam ein innovatives Projekt umgesetzt

„Der Waldkindgarten bietet für unsere Kinder die ausgezeichnete Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben. War es früher für viele von uns selbstverständlich, sich in der Natur zu bewegen, hat sich die Zeit verändert, einerseits durch geänderte familiäre Betreuungssituationen als auch durch die technische Entwicklung (Handy, Computer) ist das freie Bewegen in der Natur immer  seltener geworden“, so Bürgermeister Andreas Wimmer. „Dem Grundeigentümer Simon Neureiter und allen Waldgrundbesitzern herzlichen Dank für ihr Verständnis. Wir sind überzeugt, dass wir den Kindern mit dieser Möglichkeit für ihr späteres Leben den sehr wichtigen und wertvollen Umgang mit der Natur nahebringen können.“

Bereits sechs Waldkindergärten in Salzburg

Im Land Salzburg gibt es nun an sechs Standorten Waldkindergruppen. Den Anfang machte die Gruppe in Saalfelden, dann folgten die Einrichtungen in Neumarkt, Niedernsill, Koppl-Guggental sowie in Mittersill und nun auch in Kuchl. Die zwei erfahrene Kindergartenpädagoginnen Barbara Sommerauer und Juliana Schörghofer führen die Gruppe mit 15 Kindern. Mit der Qualifikation als Kindergartenpädagogin, Waldpädagogin, Jägerin und landwirtschaftlicher Facharbeiterin ist die gruppenführende Pädagogin für alle Aufgaben und Fragen bestens gerüstet.

Natürlich zu wachsen, miteinander und aneinander, das ist das Ziel in allen Kinderbildungseinrichtungen der Marktgemeinde Kuchl. Dabei geht es um die spielerische, individuelle und ganzheitliche Förderung aller Entwicklungsbereiche der Kinder. Im Waldkindergarten werden die gleichen Bildungsinhalte wie in den beiden anderen Häusern der Kinderbildung in Kuchl vermittelt. Erlebt und erarbeitet werden diese Inhalte  in der Natur. Die Form der Waldkindergärten gibt es ausgehend von skandinavischen Ländern. Dort gibt es diese Einrichtungen bereits seit 30 Jahren.

9. Dezember 2016 / von / in

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