Allgemein

52 Mio Euro für neue Kindergarten-, Hort- und Schulplätze in Wien

Im Bildungsausschuss des Wiener Gemeinderates wurde Mitte März 2017 die Schaffung neuer Kindergarten-, Hort- und Schulplätze beschlossen: Die Stadt investiert in diese Projekte insgesamt rund 52 Mio Euro. „Wien wächst und wir brauchen in allen Teilen der Stadt neue Plätze in Bildungseinrichtungen“, betont Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. „Mir ist wichtig, dass die Projekte im Sinne der Kinder rasch umgesetzt werden.“

Im Bereich der Kindergärten und Horte der Stadt wurden drei neue Projekte beschlossen: So wird in der Salzergasse in Wien-Alsergrund direkt neben der Volksschule Marktgasse eine ehemalige Jugend- und Zahnklinik für neue Hortgruppen adaptiert. Das Angebot an Hortplätzen wird erweitert und im Schulgebäude wird zusätzlicher Pflichtschulraum ermöglicht. In der Tomaschekstraße in Wien-Floridsdorf wird wiederum ein neuer Kindergarten errichtet: Dabei wird ein bestehendes Gebäude abgerissen und auf demselben Grundstück bis zum Frühjahr 2019 ein moderner Neubau für insgesamt 11 Kindergartengruppen errichtet. Schließlich wird auch in der Lastenstraße in Wien-Liesing neu gebaut: Insgesamt soll hier bis September 2019 ein neuer 11-gruppiger Kindergarten in modularer Bauweise entstehen.

Neuer Bildungscampus in Aspern

Darüber hinaus ist im Bildungsausschuss auch der Startschuss für einen weiteren Bildungscampus, der Kindergarten und zwei Schulen umfasst, gefallen. Im Bereich Seestadt Aspern Nord sollen ein 12-gruppiger Kindergarten, eine 17-klassige Ganztagsvolksschule, eine 16-klassige neue Mittelschule sowie Klassen für Sonderpädagogik entstehen. Zusätzlich wird auch ein Jugendzentrum im Campus entstehen. Der neue Standort wird im Rahmen eines PPP-Projektes realisiert und soll im Herbst 2021 eröffnet werden.

14. März 2017 / von / in
Familienskitag 2017  – Gemeinsame Familienzeit ist etwas besonders Wertvolles

Foto: Landesrätin Mag. Barbara Schwarz übergab gemeinsam mit Geschäftsführer Gerald Gabauer (beide links) den ersten Preis beim NÖ Familienskirennen in Mönichkirchen an Anastasia und Oliver Wassermann aus Bad Vöslau (Mitte). Foto©Richard Marschik

„Auf die Bretter, fertig, los“ hieß es am vergangenen Samstag beim ersten von zwei „NÖ Familienskitagen 2017“. Wie jedes Jahr ließen es sich unzählige Familien nicht entgehen, einen Ausflug in eines von sechs niederösterreichischen Skigebieten zu unternehmen, in denen sie sich gegen Vorlage des NÖ Familienpasses über 50 Prozent Ermäßigung auf Tageskarten freuen durften. Nachdem auch das Wetter optimal mitspielte, füllten sich Parkplätze und Pisten schon am frühen Vormittag bei den Annaberger Liften, in Lackenhof am Ötscher, auf der Gemeindealpe Mitterbach, bei der Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee, auf der Wunderwiese in Puchberg am Schneeberg und im Familienskiland St. Corona am Wechsel. Insgesamt rund 10.000 Menschen kamen zum NÖ Familienskitag in allen teilnehmenden Skigebieten. Höhepunkt war das Familienskirennen.

Familienlandesrätin Barbara Schwarz: „Es freut mich zu sehen, wie gerne unser Angebot angenommen und die Piste zum Familienfest wird. Gemeinsame Familienzeit ist etwas besonders Wertvolles und an Tagen wie heute wird für alle etwas Passendes geboten – zu einem unschlagbaren Preis.“

 Skitag am 26.Februar

Wer am 21. Jänner keine Zeit hatte oder gerne zum zweiten Mal die Möglichkeit von Wintersport zum halben Preis ergreifen möchte, ist am 26. Februar 2017 zu folgenden Skiliften herzlich eingeladen, wo Familien mit dem NÖ Familienpass 50 Prozent Ermäßigung auf Tagesskikarten erhalten: Simas-Lifte (Aspangberg-St. Peter), Arabichl-Schilift (Kirchberg/Wechsel), Furtnerlifte (Rohr im Gebirge), Naturschneeparadies Unterberg, Schneidlift (Muggendorf), Schilifte Feistritzsattel (Trattenbach), am Königsberg (Hollenstein/Ybbs) mit zusätzlichem Rahmenprogramm der NÖ Familienland GmbH, Maiszinkenlift (Lunz am See), Turmkogellifte (Puchenstuben), Hochbärneck (St. Anton a. d. Jeßnitz), Schilifte Kalte Kuchl (Rohr im Gebirge), Riesenlehen-Lift (St. Georgen am Reith), Arralifte (Harmanschlag), Aichelberglifte (Karlstift), Jauerling (Maria Laach), Schidorf Kirchbach (Rapottenstein), Skilift Seiser (Mönichkirchen) und Schilift Bonka (Oberkirchbach).

 

23. Januar 2017 / von / in
Prof.Leibovici-Mühlberger: Zu Weihnachten nicht dem Perfektionswahn verfallen

2016-12-10-photo-00000619Family Business – 24 Stunden – Kinderbetreuungs Hotline 0800 20 20 99 hilft auch in der Weihnachtszeit.

Wien/St.Pölten (OTS) – „Weniger ist zu Weihnachten mehr“- das kleine Stück gemeinsam geteilt, füllt mehr als der große Braten, appelliert die Präsidentin des Vereins Family Business, und Psychologin Prof.Dr. Martina Leibovici-Mühlberger an Familien sich nicht dem „Konsumzwang“ zu den Weihnachtsfeiertagen zu beugen. Es geht vor allem um die Qualität des Miteinanders, darum, dass wir uns im Kreis unserer Lieben geborgen und aufgehoben fühlen. Weihnachten ist traditionell das Fest der Familie, beladen mit Emotionen und der Erwartung der perfekten Harmonie. Es sei aber vollkommen unrealistisch eine „absolute“ Harmonie einzufordern, die das ganze Jahr nicht vorhanden war. „Daher sei, so die die bekannte Buchautorin und selbst vierfache Mutter, auch die Weihnachtszeit nicht der Ort, Probleme aufzuarbeiten, sondern sich zurückzunehmen und auch einmal zu überlegen, ob es nicht Menschen in der Umgebung gibt, die wirklich existentiell etwas brauchen.“

Family Business, die Kinderbetreuungs-Hotline 0800 20 20 99 ist 24-Stunden, 365 Tage im Jahr erreichbar! Unter www.kinderbetreuung.at können alle Kinderbetreuungsmöglichkeiten österreichweit abgefragt werden.

23. Dezember 2016 / von / in
Mit dem ferienspiel Actionurlaub in Wien machen

Beim wienXtra-ferienspiel, von 24.12.2016 bis 8.1.2017 gibt es für alle Kinder in Wien viel zu erleben – und das günstig oder gratis!

Kinder verbringen mit dem ferienspiel einen Winter-Actionurlaub zu Hause in Wien. In den ferienspiel-Pässen finden 6- bis 13-Jährige rund 100 Aktionen für die Winterferien, darunter maßgeschneiderte Kino-, Museums- und Theaterangebote, coole Schnupper-Sportangebote, Spiele-Highlights und Stadterkundungen. Mit dabei ist auch Holli Knolli, das knallgelbe ferienspiel-Maskottchen.

Vorschau auf die ferienspiel-Highlights

  • Ramba Zamba Riesenspielfest
    Von 3. bis 5. Jänner wird das Wiener Rathaus zur riesigen Spielezone für Familien, mit einem großen Spieleaufgebot der spielebox, einem tollen Bühnenprogramm, Kinderschminken, Kasperltheater und vielem mehr.
  • Großes Kino im cinemagic
    Im cinemagic-Kinderkino laufen zauberhafte Filme wie „Morgen, Findus, wird’s was geben“, „Molly Monster“ und „Das kleine Gespenst“. Für ältere KinogeherInnen gibt es „Elliot, der Drache“, „Alice im Wunderland 2“ und „Alles steht Kopf“. Am 6.1.2017 steht nach dem Disney-Film „Alles steht Kopf“ ein Theaterworkshop auf dem Programm.
  • Sport-Schnupperangebote
    Indoor und outdoor bringen zahlreiche Sportangebote Bewegung in die Ferien. In den Hallen der MA 51 gibt es Schnupperangebote wie Fußball, Judo und Klettern. Wer es ausgefallen will, schaut bei Afro Fusion Dance, Tauchen oder Silat Kung Fu vorbei.
  • Wien Spaziergänge
    Wo bitte ist die „Mehlspeis-Stiege“? Was hat Maria Theresia mit der Schulpflicht zu tun? Und was verrät das Silvester-Orakel? Bei Entdeckungsreise durch Wien lüften ferienspiel-Kinder spannende Geheimnisse.
  • Alles Theater
    Für Theaterfans steht Pinocchio im DSCHUNGEL auf dem Programm. Alle, die selbst Theater spielen möchten, schlüpfen im Workshop „Tierisch unterwegs“ in die Rolle eines Pinguins, einer Schildkröte oder eines Maulwurfs.
  • Museum für Kinder
    Belvedere, Haus der Musik, mumok, Geldmuseum, Uhrenmuseum, Kunsthistorisches Museum, usw. Wiens Museen bieten im ferienspiel zahlreiche Angebote speziell für Kinder. Für die jungen BesucherInnen heißt’s bei Mitmach-Aktionen kreativ sein und experimentieren.

So geht es zum ferienspiel

Die ferienspiel-Pässe, einer für 6 bis 10 Jahre und einer für 10 bis 13 Jahre, werden an den Wiener Schulen von der 1. bis 7. Schulstufe verteilt. Außerdem gibt es die Pässe in der wienXtra-kinderinfo im MQ gratis zum Abholen. Alle Aktionen sind kostengünstig oder gratis. Bei manchen Aktionen ist eine Anmeldung notwendig, bei vielen nicht. Damit die Teilnahme an den Aktionen für alle Kinder möglich ist, steht das kinderinfo-Team für alle Fragen und besondere Bedürfnisse telefonisch, per E-Mail und persönlich zur Verfügung!

  • Winterferienspiel
    24.12.2016 bis 8.1.2017
    ferienspiel-Hotline: Tel. 4000-84 400
    E-Mail: [email protected]
    Anmeldung ab Sa, 17.12., 10:00 in der wienXtra-kinderinfo, 7., MuseumsQuartier www.ferienspiel.at
21. Dezember 2016 / von / in
30 Millionen Euro für Kinder- und Jugendarbeit in Wien beschlossen

Verein Wiener Jugendzentren und weitere dezentrale Jugendeinrichtungen werden gefördert.

Der Wiener Gemeinderat hat mehrheitlich die Förderung von Kinder- und Jugendprojekten in der Höhe von rund 30 Millionen Euro beschlossen. Besonderer Schwerpunkt der heutigen Förderungen ist die außerschulische Jugendarbeit. „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Die Stadt Wien unterstützt sie mit Aufmerksamkeit und Räumen dabei, ihre Potentiale entwickeln zu können“, so die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger.

Neben dem Verein Wiener Jugendzentren, dem größten Träger außerschulischer Jugendarbeit in Wien, werden 12 weitere dezentrale Jugendeinrichtungen gefördert. „Zuletzt bestätigte die Studie „Jugendliche in der offenen Jugendarbeit“, dass unser Angebot bei der Zielgruppe gut ankommt. 90 Prozent sind sehr zufrieden bis zufrieden mit ihrer Jugendeinrichtung, 83 Prozent gaben an, dass die Jugendarbeit sie davor beschützt, auf die schiefe Bahn zu geraten. Das ist ein tolles Zeugnis und zeigt, dass wir am richtigen Weg sind“, betont Frauenberger.

Außerdem im gestrigen Kinder- und Jugendpaket beinhaltet waren Förderungen für zwei Einrichtungen, die aus keiner Wiener Kindheit wegzudenken sind: wienXtra und das ZOOM Kindermuseum. Der Verein poika wird für kritische Bubenarbeit im Rahmen von Workshops und Beratungen für Buben, Eltern sowie MultiplikatorInnen gefördert. Der Wiener Bildungsserver organisiert Medienaktivitäten und -pädagogik im schulischen und außerschulischen Bereich, der Verein für Skatekultur betreibt eine Skatehalle im 23. Wiener Bezirk und der Kultur- und Sportverein der Wiener Berufsschulen Kommunikationszentren an Berufsschulstandorten mit Bildungs- und Freizeitangeboten. „Die Angebote für die Wiener Kinder und Jugendlichen sind so vielfältig wie sie selbst. Durch ein möglichst breitgefächertes Angebot können wir unsere junge Generation am besten erreichen“, so Frauenberger abschließend.

21. Dezember 2016 / von / in
Neue Kindergartenplätze in Wien-Liesing

Platz für bis zu 80 Kinder.

Wien wächst und damit auch der Bedarf an Kindergartenplätzen: Heute wurden die neuen Räume im städtischen Kindergarten in der Kaltenleutgebner Straße feierlich eröffnet.

„Unser Ziel ist es, Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen und Kindern einen guten Start in die Bildungslaufbahn zu bieten. Deshalb bauen wir in allen Teilen der Stadt das Platzangebot aus“, betonte Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger. Der neue Kindergarten in der Kaltenleutgebner Straße bietet in insgesamt 4 Gruppen Platz für bis zu 80 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren. Zusätzlich steht den Kindern ein großer Garten zur Verfügung. Gerald Bischof, Liesinger Bezirksvorsteher, zeigte sich ebenfalls erfreut: „Der neue Kindergarten ist ein weiteres gelungenes Beispiel dafür, dass parallel zu einem modernen attraktiven Wohnbau in Liesing gleichzeitig auch die notwendige soziale Infrastruktur zur Verfügung steht.“

Aktuell gibt es in Wien rund 86.000 Plätze für Kindergartenkinder (0-6 Jahre) im städtischen und privaten Bereich, davon 27.300 Kleinkindergruppenplätze (0-3 Jahre). Für 3- 6jährige Kinder hat Wien durch den laufenden Ausbau aktuell eine Versorgungsquote von über 100 Prozent. Bei den 0-3-Jährigen kommt Wien auf eine Versorgungsquote von rund 47 Prozent, bei den 1-3-Jährigen auf rund 71 Prozent.

16. Dezember 2016 / von / in
Slbg: Kindergarten in der Natur

Der sechste Salzburger Waldkindergarten eröffnet in Kuchl mit 15 Kindern.

 

Waldkindergärten, das sind Kinderbetreuungseinrichtungen im Wald, ganz ohne Wände und Türen. Nur ein kleines, neu gebautes – übrigens sehr ansehnliches wie idyllisch gelegenes – Holzhaus am Waldrand dient den Kindern in Kuchl als Heimatbasis. Was für viele Menschen noch sehr neu klingt, boomt in Österreich derzeit zusehends. Außer im Burgenland gibt es bereits in allen Bundesländern diese innovativen Kinderbetreuungskonzepte. In der neuen Waldgruppe in Kuchl, die Teil des Gemeindekindergartens ist, werden Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren betreut.

Entwicklung ganzheitlich fördern

„Waldkindergärten stärken die körperliche Entwicklung und das Selbstbewusstsein der Kinder. Hier in Kuchl werden die Kinder von zwei speziell ausgebildeten Elementarpädagoginnen bei ihren Entdeckungsreisen in der freien Natur begleitet. Der Wald wird Tag für Tag spielerisch erkundet, die Umwelt in ihrer ganzen Vielfalt kennengelernt und die eigenen Stärken entwickelt. Ich bin beeindruckt von diesem mutigen pädagogischen Konzept und freue mich über diese bereits sechste Waldkindergruppe im Land Salzburg“, betonte Landesrätin Martina Berthold, zuständig für Elementarpädagogik.

Vizebürgermeisterin Carmen Kiefer lobte die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Kräfte: „Gemeinsam haben wir hier ein wunderbares, innovatives Projekt passend zur Holzgemeinde Kuchl auf die Beine gestellt. Von der Idee zum Projekt, gestartet gemeinsam mit dem Holztechnikum Kuchl,  und schlussendlich bis zur Verwirklichung ist der Waldkindergarten Kuchl gewachsen. Ich danke allen Menschen, die dabei mitgeholfen haben. Es ist schön mit anzusehen, mit welcher Begeisterung die Kinder den neuen Waldkindergarten besuchen.“

Gemeinsam ein innovatives Projekt umgesetzt

„Der Waldkindgarten bietet für unsere Kinder die ausgezeichnete Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben. War es früher für viele von uns selbstverständlich, sich in der Natur zu bewegen, hat sich die Zeit verändert, einerseits durch geänderte familiäre Betreuungssituationen als auch durch die technische Entwicklung (Handy, Computer) ist das freie Bewegen in der Natur immer  seltener geworden“, so Bürgermeister Andreas Wimmer. „Dem Grundeigentümer Simon Neureiter und allen Waldgrundbesitzern herzlichen Dank für ihr Verständnis. Wir sind überzeugt, dass wir den Kindern mit dieser Möglichkeit für ihr späteres Leben den sehr wichtigen und wertvollen Umgang mit der Natur nahebringen können.“

Bereits sechs Waldkindergärten in Salzburg

Im Land Salzburg gibt es nun an sechs Standorten Waldkindergruppen. Den Anfang machte die Gruppe in Saalfelden, dann folgten die Einrichtungen in Neumarkt, Niedernsill, Koppl-Guggental sowie in Mittersill und nun auch in Kuchl. Die zwei erfahrene Kindergartenpädagoginnen Barbara Sommerauer und Juliana Schörghofer führen die Gruppe mit 15 Kindern. Mit der Qualifikation als Kindergartenpädagogin, Waldpädagogin, Jägerin und landwirtschaftlicher Facharbeiterin ist die gruppenführende Pädagogin für alle Aufgaben und Fragen bestens gerüstet.

Natürlich zu wachsen, miteinander und aneinander, das ist das Ziel in allen Kinderbildungseinrichtungen der Marktgemeinde Kuchl. Dabei geht es um die spielerische, individuelle und ganzheitliche Förderung aller Entwicklungsbereiche der Kinder. Im Waldkindergarten werden die gleichen Bildungsinhalte wie in den beiden anderen Häusern der Kinderbildung in Kuchl vermittelt. Erlebt und erarbeitet werden diese Inhalte  in der Natur. Die Form der Waldkindergärten gibt es ausgehend von skandinavischen Ländern. Dort gibt es diese Einrichtungen bereits seit 30 Jahren.

9. Dezember 2016 / von / in
Wien: „English 2020“ an 155 Volksschulen

Wiener Schulen setzen auf Sprachkompetenz

In einer Welt, die von globaler Vernetzung gekennzeichnet ist, wird es immer wichtiger, mehrsprachig zu kommunizieren: Wiens Schulen setzen deshalb im Rahmen des Programms „English 2020“ schon in den Volksschulen einen Schwerpunkt im Bereich dieser weltweit wichtigen Sprache.

„Für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn ist Mehrsprachigkeit, die möglichst früh ansetzt, ein entscheidender Grundstein “, betonte heute der Wiener Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky beim Besuch einer bilingualen Klasse in der Volksschule Herbststraße. „Das Ziel von ‚English 2020‘ ist, dass SchülerInnen bereits im Volksschulalter grundlegende Englischkenntnisse erwerben.“

Denn grundsätzlich gilt: Eine Sprache wird umso leichter erlernt, je jünger man ist. Deshalb ist es von Vorteil, wenn Kinder schon in der Volksschule damit beginnen. In Österreich geschieht das mittlerweile flächendeckend, wie eine Eurostat-Erhebung zum Tag der Sprachen am 26. September 2015 ergeben hat: 100 Prozent der heimischen Volksschulkinder erlernen eine Fremdsprache, dabei liegt Englisch mit einer 99,7-prozentigen Quote an erster Stelle.

140 „Native Speaker Teacher“ an 55 Volksschulen

Das Wiener Konzept „English 2020“ umfasst zwei verschiedene Ansätze: So unterrichten an 55 Wiener Volksschulen rund 140 sogenannte „Native Speaker Teacher“. Sie sind mit Englisch als Muttersprache aufgewachsen und gestalten den Englischunterricht gemeinsam mit einer deutschsprachigen Lehrkraft. Die in Wien tätigen „Native Speaker Teacher“ stammen hauptsächlich aus England, Wales, Irland, Schottland, Kanada, USA, Indien und Südafrika. Viele von ihnen waren in ihren Herkunftsländern bereits Lehrkräfte oder blicken auf eine langjährige pädagogische Praxis zurück. Schulen setzen diese PädagogInnen unter anderem im Rahmen von Vienna Bilingual Schooling (VBS), vom Dual Language Programme (DLP) oder Global Education Primary Schools (GEPS) ein.

VBS findet an insgesamt neun Volksschulen statt und ist ein bilinguales Angebot für deutsch- und englischsprachige SchülerInnen. Deutsch und Englisch sind in allen Gegenständen gleichwertige Unterrichtssprachen, die Sprachenkenntnisse werden durch ständige Anwendung erweitert.

DLP läuft an zwölf Volksschulen: Hier wird ab der ersten Klasse in verschiedenen Unterrichtsgegenständen und mit zusätzlicher Unterstützung des „Native Speaker Teacher“ Englisch als Arbeitssprache verwendet.

An 21 Volksschulen ist schließlich GEPS durchgängiges Unterrichtsprinzip: Ab der ersten Klasse wird Englisch als Arbeitssprache im Ausmaß von 5 Wochenstunden eingesetzt, Vorkenntnisse der Kinder sind nicht notwendig. Darüber hinaus werden im Sinne von „Global Education“ (Verbindung von Sprachkompetenz und neuen Technologien) unterschiedlichste Projekte durchgeführt.

Neben den erwähnten Modellen gibt es eine Reihe weiterer Initiativen, bei denen ebenfalls „Native Speaker Teacher“ unterrichten.

400 „English Experts“ an 100 Schulen

Ein weiterer Teil von „English 2020“ sind Schulen mit sogenannten „English Experts“: Ausgewählte VolksschullehrerInnen mit guten Englisch-Kenntnissen durchlaufen dabei ein eigens Trainingsprogramm an der Pädagogischen Hochschule. In weiterer Folge kommen sie als sogenannte „English Experts“ in den verschiedensten Fächern an insgesamt 100 Schulen zum Einsatz. „Hier ist das Ziel, das bereits vorhandene Potenzial an gut Englisch sprechenden PädagogInnen möglichst umfassend zu nutzen“, betont Jürgen Czernohorszky.

12.000 SchülerInnen in Klassen mit Englisch-Schwerpunkt

Erste Schritte in Richtung „English 2020“ wurden Mitte der 90er-Jahre gesetzt, strukturiert läuft das Programm in großer Form seit 2013. „Die Rückmeldungen aus weiterführenden Schulen zeigen, dass SchülerInnen vom frühen und umfassenden Englisch-Unterricht sehr profitieren“, freut sich der Wiener Stadtschulratspräsident.

Insgesamt besuchen derzeit rund 12.000 SchülerInnen Klassen mit einem dieser Englisch-Schwerpunkte. Darüber hinaus werden an öffentlichen Wiener Volksschulen weitere sechs Fremdsprachen (Französisch, Italienisch, Spanisch, Tschechisch, Slowakisch und Ungarisch) unterrichtet.

Gute Englisch-Kenntnisse in Wien

Die positiven Auswirkungen der Wiener Englisch-Offensive lassen sich auch wissenschaftlich belegen: Die Vergleichsstudie „EF English Proficiency Index“, die der Bildungsprogrammanbieter EF Sprachreisen zur Bewertung der Englischkenntnisse von Erwachsenen in Österreich durchgeführt hat, zeigt, dass Wien mit sehr guten Kenntnissen (64,05 Indexpunkte) den ersten Platz unter Österreichs Bundesländern einnimmt. Die Bildungsstandardergebnisse aus dem Jahr 2014 zeigen ebenfalls, dass die Englischkenntnisse der Wiener SchülerInnen ausgezeichnet sind. „Daraus lässt sich ablesen, dass wir mit unserer Englisch-Offensive im Volksschulalter genau richtig liegen“, so Jürgen Czernohorszky abschließend.

 

29. November 2016 / von / in
OÖ: AK-Kinderbetreuungsatlas 2016

Kinderbetreuung: Fortschritte nur in homöopathischen Dosen.

Beim Kinderbetreuungsangebot in Oberösterreich gibt es zwar wieder leichte Fortschritte, fünf Gemeinden mit Top-Angebot sind neu dazugekommen. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Zahl der „1A-Gemeinden“ sogar rückläufig war. „Den ‚forcierten Ausbau‘, von dem Landespolitiker so gerne sprechen, können wir aus unserer Erhebung beim besten Willen nicht ablesen“, sagte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer heute bei der Präsentation des AK-Kinderbetreuungsatlas 2016. Insgesamt bieten nur 79 von 442 Gemeinden (17,9 Prozent) ein Angebot, das den Eltern auch eine Vollzeitbeschäftigung ermöglicht und gleichzeitig in den Einrichtungen ausreichend Zeit für Bildung und Förderung der Kinder bietet.

Den AK-Kinderbetreuungsatlas gibt es seit 17 Jahren, die Kategorie 1A wurde erst vor sieben Jahren eingeführt, weil sich die Arbeitswelt und der Anspruch an gute Kinderbetreuung in der Zwischenzeit stark verändert hatten. Für den Status 1A müssen die Öffnungszeiten im Kindergarten eine Vollzeitbeschäftigung der Eltern ermöglichen, außerdem muss es eine Betreuung für Unter-Dreijährige und eine Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder geben. Im Jahr 2010 erfüllten nur 9,5 Prozent der Gemeinden diese Kriterien, heute sind es immer noch magere 17,9 Prozent. Auch bei der zweitbesten Kategorie A sind gegenüber dem Vorjahr nur fünf Gemeinden neu dazugekommen.

Zu ähnlich unerfreulichen Ergebnissen kommt übrigens auch Statistik Austria: Bei Betreuungsplätzen für Unter-Dreijährige, die den VIF-Kriterien entsprechen, liegt Oberösterreich mit deutlichem Abstand an letzter Stelle, bei der VIF-konformen Betreuung der Drei-bis Sechsjährigen ist nur Niederösterreich noch schlechter als unser Bundesland. Oberösterreich teilt sich mit Kärnten den vorletzten Platz.

VIF ist die Abkürzung für den Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf. Dieser Indikator wurde 2006 von der Arbeiterkammer Wien gemeinsam mit Statistik Austria entwickelt, um zu erfassen, wie viele Plätze in der Kinderbetreuung mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern vereinbar sind. Ursprünglich war der Indikator nur für die Analyse der Betreuungssituation gedacht, er wurde dann aber vom Bund sogar in die Bund-Länder-Verträge (15a-Vereinbarungen) zur Förderung des Ausbaus von Kinderbetreuungsplätzen übernommen.

Die VIF-Kriterien sind:
– mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit, werktags Montag bis Freitag
– an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet
– Mittagessen zumindest von Montag bis Donnerstag
– maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen

„Aus der Beratung wissen wir, dass leider selbst die für unseren Kinderbetreuungsatlas angewandten Kriterien in vielen Fällen noch zu kurz greifen“, sagt AK-Präsident Kalliauer. Zum einen bedeutet ein Angebot mit guten Öffnungszeiten noch nicht, dass auch genügend Plätze vorhanden sind. Und zum anderen führt die in Österreich besonders weit fortgeschrittene Arbeitszeitflexibilisierung dazu, dass in vielen Fällen auch Öffnungszeiten von 45 Stunden pro Woche nicht ausreichen – etwa wenn zum Beispiel Beschäftigte im Handel bis 18 Uhr oder länger arbeiten müssen.

Demgegenüber gibt es aber auch positive Entwicklungen:
– Beim Finanzausgleich zwischen dem Bund und den Ländern soll sich die Ausschüttung der Gelder für Kinderbetreuung künftig stärker an tatsächlich erbrachten Leistungen orientieren. So können zum Beispiel Betreuungseinrichtungen mit besseren Öffnungszeiten mehr Geld vom Bund bekommen. Damit wurde eine Forderung der Arbeiterkammer erfüllt. – Auch in Oberösterreich gibt es mittlerweile einige Gemeinden, deren Betreuungseinrichtungen ganzjährig geöffnet sind.
– Gemeinde-Kooperationen werden zunehmend auch bei Krabbelstuben und bei der Sommerbetreuung eingegangen.

„Fakt ist: Die institutionelle Kinderbetreuung ist für viele berufstätige Eltern noch immer mit Problemen verbunden. Das zeigen auch die vielen Anfragen in der AK“, stellt Präsident Kalliauer fest. Deshalb werde die AK auch in Zukunft hartnäckig bleiben.

Den gesamten Kinderbetreuungsatlas 2016 mit allen Detailergebnissen, den interaktiven Kinderbetreuungsatlas 2.0, der die Entwicklung der letzten 17 Jahre aufzeigt, sowie den Ratgeber für berufstätige Eltern „Kinderbetreuung von A bis Z“ finden Sie auf ooe.arbeiterkammer.at.

29. November 2016 / von / in