Kinderärztliche Versorgung in Favoriten am Wochenende ausgebaut

Kindernotdienst im Kaiser Franz-Josef-Spital wurde vergangenes Wochenende eröffnet

Seit vergangenem Wochenende ist der Kindernotdienst im Kaiser Franz-Josef-Spital (KFJ) geöffnet. Nach dem Kindernotdienst im AKH, den es bereits seit November 2013 gibt, ist es nun der zweite Notdienst, der an Wochenenden kinderärztliche Dienste anbietet. Mit dem Kindernotdienst wird eine Versorgungslücke im Süden Wiens an den Wochenende gefüllt. Eine Entlastung für tausende Familien, die am Wochenende oder an Feiertagen mit ihren Kindern zum Arzt müssen. Alleine der Kindernotdienst des AKH hat im Vorjahr rund 4.700 junge Patientinnen und Patienten behandelt.“

Ziel ist es, die Versorgung im niedergelassenen Bereich mittelfristig auszubauen. Das Angebot der Kindernotdienste ist daher zeitlich befristet. Am ersten Wochenende konnten bereits über 70 Kinder im KFJ versorgt werden. Die Notdienste haben an Feiertagen und Wochenenden jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Finanziert werden sie gemeinsam von der Stadt Wien und von der WGKK. Das ärztliche Personal wird über den Ärztefunkdienst organisiert, die Standorte sind in den jeweiligen Krankenhäusern untergebracht.

4. Oktober 2016 / by / in
Wiener Parkbetreuung für 2017 gesichert

Wiener Parkbetreuung verbessert das soziale Klima

Für viele Kinder und Jugendlichen hat die Schule wieder begonnen und die Hauptsaison der Wiener Parkbetreuung neigt sich dem Ende zu. In 180 Parks und Indoor-Lokalen gab es wieder jede Menge Spiel und Spaß. Die rund 300 geschulten MitarbeiterInnen der Wiener Parkbetreuung sorgten mit vielfältigen Angeboten für Action und Unterhaltung und boten ein buntes Freizeitprogramm zum Mitmachen. Jetzt heißt’s noch die letzten Angebote der Sommersaison nutzen!


Die Wiener Parkbetreuung ist ein kostenloses Freizeitangebot für Kinder von 6 bis 13 Jahren und sorgt nicht nur für Unterhaltung und Spaß, sondern auch für ein konfliktfreies Zusammenleben unterschiedlicher Generationen und Herkünfte in den Wiener Parks. Dabei stehen gruppenorientierte Spiel-, Sport- und Erlebnisanimation sowie Kreativität und Umweltbewusstsein im Mittelpunkt. Die ParkbetreuerInnen gehen auf Anliegen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen ein und motivieren sie zu einer selbstbestimmten und sinnvollen Freizeitgestaltung. Das Angebot orientiert sich vorrangig an den Interessen und Bedürfnissen der Mädchen und Burschen und stärkt deren Sozialkompetenz.

Zu fixen Zeiten mehrmals die Woche kommen die Betreuungsteams mit vielen Brett-, Karten-, Ball- und Bewegungsspielen in die Parkanlagen und gestalten gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ein buntes Programm. Zusätzlich gibt es auch Ausflüge in die Naherholungsräume Wiens, bezirksübergreifende Turniere, Besuche von Bädern, Kinos und Museen.

Auch alle anderen im Park – Eltern, Begleitpersonen oder ältere Menschen – werden miteinbezogen. Das gemeinsam Spielen und Miteinander-Reden verbessert das soziale Klima, sorgt für den Abbau von Vorurteilen und mehr Chancengleichheit.

Europaweit einzigartiges Projekt

Jugendstadträtin Sandra Frauenberger freut sich über das tolle Angebot der Wiener Parkbetreuung und die gelungene Saison: „Die Wiener Parkbetreuung ist ein europaweit einzigartiges Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche. Sie sorgt in den Parks für ein friedvolles Miteinander.“ Die Wiener Parkbetreuung für Kinder und Jugendliche wird von allen Wiener Bezirken mitfinanziert und kooperiert ua mit den Wiener Stadtgärten (MA 42). Die Abteilung Bildung und außerschulische Jugendbetreuung (MA13) sorgt für die Koordination und fachliche Betreuung dieses europaweit einzigartigen Angebotes. Ab April 2017 kommt die Wiener Parkbetreuung wieder und sorgt für gemeinsamen Spaß!

Weitere Informationen zur Wiener Parkbetreuung und wo es eine ganzjährige Betreuung gibt, finden Sie unter: www.parkbetreuung.wien.at

3. Oktober 2016 / by / in
Kindergartenbetrieb Leopoldauerplatz gesichtert

St. Nikolausstiftung übernimmt Alt Wien Standort am Leopoldauer Platz 77

Mit Oktober 2016 übernimmt die St. Nikolausstiftung, Trägerin von über 80 Kindergärten und Horten in Wien, den Kindergarten am Leopoldauer Platz 77 im 21. Bezirk. Der Kindergartenbetrieb startet am 10. Oktober.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kindergartens am Leopoldauer Platz 77 sowie die betroffenen Eltern wurden heute von der Geschäftsführung der St. Nikolausstiftung von der Übernahme mit Oktober informiert. „Alle weiteren Schritte werden in den kommenden Tagen eingeleitet. Der Kindergarten wird am 10. Oktober als vorerst eingruppiges Haus aufsperren – bis zur Eröffnung ist für die verbleibenden Kinder vom Standort gesorgt“, erklärt Mag. Elmar Walter, Geschäftsführer.

Der Fokus liegt jetzt darauf, die Kindergartenkinder und deren Eltern bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein Einstieg in der St. Nikolausstiftung ermöglicht. Die letzten Wochen waren für alle Betroffenen mit vielen Emotionen verbunden, daher ist der Aufbau einer vertrauensvollen und offenen Beziehung sowohl zur neuen Trägerorganisation als auch zu den betroffenen Familien und MitarbeiterInnen von zentraler Bedeutung.

Über die St. Nikolausstiftung:

Zur St. Nikolausstiftung Erzdiözese Wien gehören derzeit über 80 Standorte mit rund 980 MitarbeiterInnen und circa 6.000 Kindern. Die Kindergärten und Horte sind in allen Wiener Bezirken vertreten. Ein gelebtes Miteinander, Erziehungspartnerschaft und ein Interesse an den individuellen Lebensentwürfen der Kinder und ihrer Familien zeichnen die pädagogische Arbeit aus. Auf Basis des christlichen Weltbildes bieten wir den Kindern Raum und Zeit, altersgerecht über die Grundfragen des Lebens nachzudenken.

 

29. September 2016 / by / in
Elternbildung Tirol-Kongress 2016

DAS KIND IM MITTELPUNKT? Das Wohl unserer Kinder als Herausforderung für Eltern und Elternbildung.

Freitag 25.11.2016 – Haus der Begegnung – Innsbruck

Die Rede vom „Kind im Mittelpunkt“, die Politiker/innen aller Parteien gerne in großen Reden verwenden, ist berechtigt und durchaus wünschenswert, wenn das Wohl der Kinder im Mittelpunkt steht, wenn es um kindgerechte Lebensbedingungen und Kinderrechte geht.

 Aber wie klingt es wenn Kinderrechte und kindgerechte Lebensbedingungen mit wirtschaftlichen und politischen Interessen in Konflikt geraten?
Wenn es um die Finanzierung kindgerechter Bildungs- und Betreuungsbedingungen geht?
Oder wenn Kinderlosigkeit zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor wird?
Wenn Reproduktionsmedizin und Pharmaindustrie beginnen, sich um das Kind zu drehen? 
Wenn das Kind zum Lebensmittelpunkt angespannter „Helikopter-Eltern“ wird?
Wenn oft nur noch oberflächliche Bespaßung und Förderwahn beginnen die kindlichen Lebenswelten zu bestimmen?
 
Entstehen hier indirekt neu, strukturelle Arten von Gewalt gegen Kinder?
Welche Verantwortung tragen wir als Erwachsene, als Eltern, Lehrer/innen, Elternbildner/innen?
 
Ein Kongress zum Mit- und Nachdenken…
Mehr Infos unter: www.elternbildung-tirol.at
27. September 2016 / by / in
Lernen mit mehr Erfolg

Lerntraining: Mehr als nur Nachhilfe

Für rund 200.000 Schüler/innen in Niederösterreich hat Anfang September das neue Schuljahr begonnen. Wenn beim Lernen Schwierigkeiten auftreten, ist das Hilfswerk zur Stelle: Die zwölf Familien- und Beratungszentren bieten kompetentes Lerntraining an. Dabei wird für jedes Kind eine individuelle Lösung gefunden. 
 

Schulprobleme, Ängste oder Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen können viele Ursachen haben. Wenn das Lernen schwer fällt und sich einfach kein Erfolg einstellen will, kann das professionelle Lerntraining des Hilfswerks Niederösterreich weiterhelfen. Im Gespräch mit Eltern und Kind wird die Ursache der Lernschwierigkeiten ermittelt – danach werden gemeinsam die weiteren Maßnahmen festgelegt. Je nach Bedarf unterstützen die Lerntrainer/innen der Familien- und Beratungszentren in den Bereichen Legasthenie- und Dyskalkulietraining, Beheben von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen, Lernorganisation und –techniken, Durcharbeiten konkreter Stoffgebiete, Hilfe beim Spracherwerb und vielem mehr.

Mit individuellem Lerntraining zum Erfolg

Das Lerntraining wird somit immer individuell auf die Bedürfnisse des Kindes bzw. der/des Jugendlichen zugeschnitten und basiert auf wissenschaftlich fundierten Programmen.  Die Lerntrainer/innen haben umfassende Ausbildungen im pädagogischen, psychologischen oder sozialen Bereich und können hoch spezialisiert auf die jeweiligen Lernschwierigkeiten des Kindes eingehen.

Generell kann das Lerntraining entweder im Familien- und Beratungszentrum oder im Zuhause der Eltern durchgeführt werden, wahlweise einzeln oder in der Gruppe. Die Gruppentrainings werden wöchentlich mit speziellen Schwerpunkten durchgeführt. In den Familien- und Beratungszentrum des Hilfswerks Niederösterreich werden derzeit  rund 1.000 Kinder und Jugendliche pro Monat unterstützt.

Nähere Informationen gibt es in den Familien-  und Beratungszentren des Hilfswerks Niederösterreich in Amstetten, Baden, Gänserndorf, Korneuburg, Krems, Melk, Mödling, Schwechat, St. Pölten, Tulln, Waldviertel und Wr. Neustadt sowie unter www.hilfswerk.at/niederoesterreich.

27. September 2016 / by / in
Kinderbetreuung auf gutem Weg

Ausbau der Kinderbetreuung erreicht Höhepunkt – Barcelona-Ziel in greifbarer Nähe!

Familienfreundlichkeits-Monitor 2016 zeigt Verbesserungen bei Vereinbarkeit, Ausbau der Kinderbetreuung und Väterbeteiligung.

„Wenn mehr als zwei Drittel der Personen Österreich als (sehr) familienfreundlich beurteilen, ist das eine äußerst erfreuliche Entwicklung die zeigt, dass wir uns unserem Ziel, Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen, stetig annähern“, freute sich Familienministerin Sophie Karmasin bei der heutigen Präsentation der Ergebnisse des Familienfreundlichkeits-Monitors 2016.

„Besonders positiv ist die steigende Väterbeteiligung beim Bezug des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes, in dieser Variante beteiligen sich bereits knapp 30% der Väter an der Kinderbetreuung. Ich bin zuversichtlich, dass das neue Kindergeldkonto mit dem Partnerschaftsbonus in Höhe von 1.000 Euro und der Familienzeit zusätzliche Anreize schafft, um Väter und Mütter bei der partnerschaftlichen Aufteilung der Kinderbetreuung noch besser zu unterstützen und wir diese Zahlen im nächsten Jahr noch steigern können“, erklärt Karmasin.  Ziel sei es, die Väterbeteiligung in allen Kinderbetreuungsgeldvarianten bis ins Jahr 2018 auf rund 25% zu steigern (derzeit 19%).

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf fällt die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr positiver aus. Eine deutliche Steigerung der institutionell betreuten Kinder sowie der Kinder in Tagespflege geht mit dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen im Zuge der 15a-Bund-Länder Vereinbarung einher. Mit 305 Millionen Euro Bundesmitteln ist das die größte Ausbauoffensive die es je in Österreich gegeben hat. Bund, Länder und Gemeinden nutzen diese Mittel intensiv um mehr und bessere Betreuungsangebote anbieten zu können.

„Der Ausbau der Kinderbetreuung ist eines der erfolgreichsten Projekte das wir bisher umgesetzt haben, 2015 konnten weitere 11.320 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Seit dem Jahr 2007 wurden insgesamt bereits knapp 59.000 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen, so unterstützen wir Österreichs Eltern bei der optimalen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bieten den Kindern wertvolle pädagogische Entwicklungsmöglichkeiten. Mein Ziel ist es 13.000 neue Betreuungsplätze bis 2018 zu schaffen und das Barcelona-Ziel von 33% Betreuungsquote bei den Unter-3-Jährigen zu erreichen“, so die Familienministerin. Zusätzlich zu weiteren Qualitätsverbesserungen soll ab 2018/2019 auch der Bildungskompass eingesetzt werden, um die Ressourcen, Potentiale und Interessen jedes einzelnen Kindes zu dokumentieren und besser fördern zu können.

Erfreulich sei auch die steigende Gesamtfertilitätsrate. 2.600 Kinder mehr als im Vorjahr sind im Jahr 2015 auf die Welt gekommen: „Wir müssen optimale Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung schaffen um den Kinderwunsch auch in Kinderrealität umsetzen zu können“, betont Karmasin.

Aufholbedarf gebe es bei der Anzahl von Frauen in Führungspositionen und dem Frauenteil bei den BetriebsrätInnen. Die Familienministerin sieht sich durch die aktuellen Zahlen jedenfalls bestätigt, dass man auf einem guten Weg sei ihr Ziel zu erreichen, Österreich bis 2025 zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen.

26. September 2016 / by / in
Sorgenfreie Tage für wohnungslose Kinde

“Kind sein dürfen!”

Seit 35 Jahren lassen Mädchen und Burschen den Alltag in der Wiener Übergangswohneinrichtung Haus Kastanienallee am Kinderbauernhof Eschenau hinter sich. Selbst im reichen Österreich sind Kinder von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen. Sie brauchen ganz besondere Unterstützung.  

In den Familieneinrichtungen von „wieder wohnen“ leben mehrere Hundert Kinder, viele davon im Haus Kastanienallee. Neben einem Dach über dem Kopf werden die Familien dort intensiv betreut um wieder eigenständig wohnen zu können. Allen Bemühungen zum Trotz bleibt die Situation der Kinder schwierig: Oft ist die Familiensituation zerrüttet, die finanziellen Mittel sind immer begrenzt. Von Ausflügen oder Urlauben könnten die Kinder daher nur träumen – wäre da nicht der Kinderbauernhof Eschenau.

Der Alltag von Kindern aus wohnungslosen Familien ist oft belastend. Umso schöner ist es, dass ihnen im Kinderbauernhof Eschenau schon so lange die Möglichkeit geboten wird, eine sorgenfreie Zeit erleben zu können, in der es nur um sie selber und ein gutes Miteinander geht.

Der Bauernhof liegt im schönen Voralpengebiet. Idyllisch, zwischen zwei Bächen gelegen, umgeben von saftigen Wiesen und dichten, geheimnisvollen Wäldern. Ein schöner Platz um benachteiligten Kindern ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern. Ein Ort, wo sie unbeschwert “Kind sein dürfen”.

Im Kinderbauernhof Eschenau werden die Kinder aus dem Haus Kastanienallee, das schon über 100 Jahre im Dienst der Wiener Wohnungslosenhilfe steht, seit 1981 ebenso herzlich wie regelmäßig in Empfang genommen – sei es am Wochenende oder, in den Ferien, auch für längere Zeit. In dem idyllisch gelegenen Anwesen können sie ganz Kind sein und im Spiel mit den BetreuerInnen und im Kontakt zu den zahmen Tieren, die den Bauernhof bevölkern, ihre Probleme hinter sich lassen.

20. September 2016 / by / in
Angst vor der Schule

Wenn am Morgen alles weh tut!

Viele Schulkinder leiden regelmäßig an Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen. Eltern sollten in diesem Fall daran denken, dass diese Beschwerden möglicherweise auch Ausdruck von Schulangst sein können. Kinder können dem Angst machenden Schulalltag oft nur entgehen, wenn sie krank werden. Schulangst ist eine spezielle Erscheinungsform der Angst. Sie ist eine Reaktion auf Gefahren oder Bedrohungen in Bezug auf Schule und kann vielfältige Ursachen haben.

Die Symptome von Schulangst sind von Kind zu Kind verschieden. Sobald sie zu Hause bleiben dürfen, sind die Symptome weg. Sie können auch eine Reaktion auf ganz andere seelische Belastungen darstellen, etwa auf Spannungen zwischen den Eltern, einen Umzug oder auch einen Todesfall. Die häufigsten Symptome sind:

  • („Schul-Bauchweh“), zeitweise verbunden mit Übelkeit und Erbrechen
  • Andauernde Müdigkeit aber auch Unruhe, Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen
  • Lustlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Zittern, Schweißausbrüche, Nervosität
  • nächtlicher Urinverlust
  • Schlafstörungen, auch Angst- und schlimme Träume
  • Überempfindlichkeit, Gereiztheit
  • Stottern oder Stammeln, wenn das Kind vom Lehrer aufgerufen wird
  • Verhaltensauffälligkeiten vom Trödeln vor der Schule über Aggressionen oder auch Depressionen, neuerliches Nägelkauen oder Einnässen bzw. -koten bis hin zur totalen Schulverweigerung.

Formen von Schulangst

  • Prüfungsangst: Angst vor schlechten Noten, Sitzen bleiben und/oder Versagen
  • Angst vor Bloßstellung oder Lächerlichmachen
  • Angst vor Trennung
  • Angst vor Strafe
  • Angst vor anderen, wie zum Beispiel vor Lehrkräften oder Mitschülern = soziale Angst
  • Angst vor Konflikten
  • Angst vor der Institution Schule (vor der Hierarchie, der Größe)

Eine weitere Form der Schulangst ist die Schulphobie, die sich mit Panikreaktionen bei Schulbesuch äußert. Diese Form dürfte jedoch weniger mit der Schule, sondern eher mit Problemsituationen in der Familie verbunden sein.

Und zuletzt eine Form der Schulverweigerung, die kaum Ängste zur Ursache hat, sondern wobei die als mühsam empfundene Schulsituation gegen andere, interessanter empfundene Aktivitäten getauscht wird, das Schulschwänzen.

Ursachen herausfinden – was kann dahinter stecken?

Liegt es an den Mitschülern, wird ein Schulkind regelmäßig wegen fehlerhafter Antworten ausgelacht? Liegt es am Lehrer in Verbindung mit einem bestimmten Fach? Soziale Konflikte mit Mitschülern oder Lehrern sind eine wesentliche Ursache, ebenso die Strukturen der Schule oder des Unterrichtes.

Noten- bzw. Versagensängste stecken möglicherweise ebenso hinter einer Schulangst, die durch übertriebenen Leistungsdruck der Eltern entstehen können. Ebenso sind dadurch Konzentrations- und Lernstörungen möglich. Die Bildungserwartungen und -ansprüche in unserer Gesellschaft steigen ständig. Daraus resultiert, dass auch Eltern das Leistungsverhalten ihrer Kinder wichtig ist. Die Schule nimmt somit einen hohen Stellenwert im Familienalltag ein und prägt die innerfamiliären Beziehung.

Ebenso tragen Gewalterfahrungen an der Schule oder auf dem Schulweg, Kränkungen durch Mitschüler oder Lehrer sowie ein möglicher Außenseiterstandpunkt zur Entstehung einer Schulangst bei.

 

Was können Eltern gegen Schulangst tun?

  • Kein Vergleich mit Noten und Leistungen anderer Kinder -) dadurch Vermeidung eines zu hohen Stressfaktors, welcher das Lern- und Leistungsvermögen der Kinder behindert
  • Dem Kind Ansprechpartner zum Mitteilen seiner Gefühle sein
  • Kein Zwang oder Strafen auf Seiten der Eltern in Bezug auf Schulangst, sondern Wahrnehmung und Anerkennung kindlicher Nöte
  • Stärkung des Kindes, sich Herausforderungen zu stellen und gemeinsame Lösungswege
  • Förderung von Lebensfreude und Selbstbewusstsein des Kindes

Weder Eltern noch Kinder dürfen es als Schande empfinden, sich bei Bedarf an einen Psychologen oder an Beratungsstellen zu wenden.

Kinder benötigen von Seiten der Eltern und der Familie einen Raum, indem sie eine starke Persönlichkeit entwickeln, wo in der Erziehung die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes gefördert wird und sie sich frei entfalten dürfen, ohne Angst vor Fehlern. Die Entstehung von Schulangst und anderer gravierender Ängste sollen somit gar nicht entstehen. Es ist allerdings sehr wichtig, mögliche Schulängste von Kindern wahr- und ernst zu nehmen, sie auch zu verstehen und die Kinder zu unterstützen.

19. September 2016 / by / in
Kinder auf dem Schulweg – Übung macht den Meister

Eltern müssen Vorbild sein

Gerade für Schulanfänger ist es wichtig, dass der Schulweg gemeinsam mit den Eltern geübt wird, weil dabei viele Dinge bedacht werden müssen. Wichtig ist auch, nicht nur unter Idealbedingungen mit den Kindern zu trainieren.
Bevor man mit dem Üben beginnt, sollte zunächst der sicherste Schulweg (der nicht immer der kürzeste ist) eruiert werden. Beim Üben selbst gilt es zu bedenken, dass das Kind auf dem Schulweg nicht immer unter Idealbedingungen unterwegs ist. Manche Kinder neigen zu Fehl- oder Angstreaktionen, wenn sie vor neuen Herausforderungen stehen, die nicht geübt wurden. Kurz vor Ferienende herrscht meist Sonnenschein und gute Sicht, der Verkehr ist nicht so stark, es sind kaum andere Kinder am zukünftigen Schulweg unterwegs – all das ändert sich, wenn es wirklich mit der Schule los geht. Ein Tipp: Man sollte nach Möglichkeit auch einmal unter erschwerten Bedingungen mit den Kindern den Weg abgehen, z. B. an einem regnerischen Tag, in der Dämmerung oder gemeinsam in einer Kindergruppe.
Ziel des Schulweg-Übens sollte immer ein Sicherheitstraining sein: Richtige Handlungsanleitungen, kindgerecht mit ausreichend Zeit und ruhig erklärt. Als Elternteil ist man das größte Vorbild für den Nachwuchs ist – entsprechend wichtig ist es, geduldig vorzugehen und zu loben, wenn etwas richtig gemacht wird. Motivierend für Kinder kann auch sein, wenn sie die Führung übernehmen und den Eltern zeigen und erklären können, wie man sich richtig verhält.

Vertrauensgrundsatz gilt nicht für Kinder

Fahrzeuglenker dürfen bei Kindern nicht darauf vertrauen, dass sie im Straßenverkehr adäquat reagieren. Kinder schauen beispielsweise häufig nicht nach beiden Seiten, wenn sie die Fahrbahn überqueren. Auch variieren sie oft das Tempo, laufen oder reagieren spontan, stoppen und kehren plötzlich um. Vieles lässt sich durch Üben antrainieren, aber verlassen darf man sich nicht darauf, dass das Gelernte auch immer beherzigt wird. Kinder agieren in Gruppen auch eher risikoreich, sind leichter abgelenkt und zeigen mehr motorische Unruhe. Das sollten Fahrzeuglenker bedenken, wenn sie Kindergruppen am Fahrbahnrand oder beim Überqueren der Fahrbahn sehen und dementsprechend mehr Abstand halten sowie ein geringeres Tempo wählen. Und noch ein Tipp: Beim Üben des Weges müssen Eltern das noch eingeschränkte und beengte Blickfeld der Kinder berücksichtigen. Mögliche Sicht- und Blickeinschränkungen, die es im Straßenverkehr für Kinder gibt, erkennt man am besten, wenn man in die Hocke geht und sich so auf Augenhöhe des Kindes begibt.
5. September 2016 / by / in
Schulstartpakete unterstützen einkommensschwache Familien

Kinder erhalten Unterstützung

Das Schulstartpaket ist eine konkrete Sachleistung, die Familien mit Mindestsicherungsbezug unterstützt – ein Projekt auf Initiative der Europäischen Union, das direkt bei den Menschen ankommt.

Für viele tausende Schülerinnen und Schüler beginnt die Schule und damit eine neue und ereignisreiche Zeit. „Der Schulstart ist für die ganze Familie ein wichtiges und aufregendes Ereignis. Gleichzeitig sind die Kosten für den Schulbeginn für viele Familien eine große Herausforderung. Mit dem „Schulstartpaket“ können wir finanzielle Belastungen zum Schulbeginn für einkommensschwache Familien abfedern und den Schülerinnen und Schülern in ganz Österreich einen guten Start in das Schuljahr ermöglichen“, zeigt sich Sozialminister Alois Stöger erfreut.

2015 griff das Sozialministerium die Initiative der Europäischen Union zur Armutsbekämpfung auf und startete das Projekt „Schulstartpaket“. Zur Auswahl stehen elf verschiedene Pakete – von Schultaschen, Rucksäcken bis Schulmaterialien. Durchgeführt wird das Projekt vom Roten Kreuz, finanziert wird es zu mehr als 80% aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD). Geknüpft ist die Inanspruchnahme wie auch im letzten Jahr an den Bezug der Bedarfsorientierten Mindestsicherung.

Über Das Projekt „Schulstartpaket“

Die Aktion läuft noch bis Mitte September und wird aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD) unterstützt. Insgesamt stehen für Österreich 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon rund 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD), den Rest trägt das Sozialministerium.

5. September 2016 / by / in