Elternbildung Tirol-Kongress 2016

DAS KIND IM MITTELPUNKT? Das Wohl unserer Kinder als Herausforderung für Eltern und Elternbildung.

Freitag 25.11.2016 – Haus der Begegnung – Innsbruck

Die Rede vom „Kind im Mittelpunkt“, die Politiker/innen aller Parteien gerne in großen Reden verwenden, ist berechtigt und durchaus wünschenswert, wenn das Wohl der Kinder im Mittelpunkt steht, wenn es um kindgerechte Lebensbedingungen und Kinderrechte geht.

 Aber wie klingt es wenn Kinderrechte und kindgerechte Lebensbedingungen mit wirtschaftlichen und politischen Interessen in Konflikt geraten?
Wenn es um die Finanzierung kindgerechter Bildungs- und Betreuungsbedingungen geht?
Oder wenn Kinderlosigkeit zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor wird?
Wenn Reproduktionsmedizin und Pharmaindustrie beginnen, sich um das Kind zu drehen? 
Wenn das Kind zum Lebensmittelpunkt angespannter „Helikopter-Eltern“ wird?
Wenn oft nur noch oberflächliche Bespaßung und Förderwahn beginnen die kindlichen Lebenswelten zu bestimmen?
 
Entstehen hier indirekt neu, strukturelle Arten von Gewalt gegen Kinder?
Welche Verantwortung tragen wir als Erwachsene, als Eltern, Lehrer/innen, Elternbildner/innen?
 
Ein Kongress zum Mit- und Nachdenken…
Mehr Infos unter: www.elternbildung-tirol.at
27. September 2016 / by / in
Lernen mit mehr Erfolg

Lerntraining: Mehr als nur Nachhilfe

Für rund 200.000 Schüler/innen in Niederösterreich hat Anfang September das neue Schuljahr begonnen. Wenn beim Lernen Schwierigkeiten auftreten, ist das Hilfswerk zur Stelle: Die zwölf Familien- und Beratungszentren bieten kompetentes Lerntraining an. Dabei wird für jedes Kind eine individuelle Lösung gefunden. 
 

Schulprobleme, Ängste oder Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen können viele Ursachen haben. Wenn das Lernen schwer fällt und sich einfach kein Erfolg einstellen will, kann das professionelle Lerntraining des Hilfswerks Niederösterreich weiterhelfen. Im Gespräch mit Eltern und Kind wird die Ursache der Lernschwierigkeiten ermittelt – danach werden gemeinsam die weiteren Maßnahmen festgelegt. Je nach Bedarf unterstützen die Lerntrainer/innen der Familien- und Beratungszentren in den Bereichen Legasthenie- und Dyskalkulietraining, Beheben von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen, Lernorganisation und –techniken, Durcharbeiten konkreter Stoffgebiete, Hilfe beim Spracherwerb und vielem mehr.

Mit individuellem Lerntraining zum Erfolg

Das Lerntraining wird somit immer individuell auf die Bedürfnisse des Kindes bzw. der/des Jugendlichen zugeschnitten und basiert auf wissenschaftlich fundierten Programmen.  Die Lerntrainer/innen haben umfassende Ausbildungen im pädagogischen, psychologischen oder sozialen Bereich und können hoch spezialisiert auf die jeweiligen Lernschwierigkeiten des Kindes eingehen.

Generell kann das Lerntraining entweder im Familien- und Beratungszentrum oder im Zuhause der Eltern durchgeführt werden, wahlweise einzeln oder in der Gruppe. Die Gruppentrainings werden wöchentlich mit speziellen Schwerpunkten durchgeführt. In den Familien- und Beratungszentrum des Hilfswerks Niederösterreich werden derzeit  rund 1.000 Kinder und Jugendliche pro Monat unterstützt.

Nähere Informationen gibt es in den Familien-  und Beratungszentren des Hilfswerks Niederösterreich in Amstetten, Baden, Gänserndorf, Korneuburg, Krems, Melk, Mödling, Schwechat, St. Pölten, Tulln, Waldviertel und Wr. Neustadt sowie unter www.hilfswerk.at/niederoesterreich.

27. September 2016 / by / in
Kinderbetreuung auf gutem Weg

Ausbau der Kinderbetreuung erreicht Höhepunkt – Barcelona-Ziel in greifbarer Nähe!

Familienfreundlichkeits-Monitor 2016 zeigt Verbesserungen bei Vereinbarkeit, Ausbau der Kinderbetreuung und Väterbeteiligung.

„Wenn mehr als zwei Drittel der Personen Österreich als (sehr) familienfreundlich beurteilen, ist das eine äußerst erfreuliche Entwicklung die zeigt, dass wir uns unserem Ziel, Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen, stetig annähern“, freute sich Familienministerin Sophie Karmasin bei der heutigen Präsentation der Ergebnisse des Familienfreundlichkeits-Monitors 2016.

„Besonders positiv ist die steigende Väterbeteiligung beim Bezug des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes, in dieser Variante beteiligen sich bereits knapp 30% der Väter an der Kinderbetreuung. Ich bin zuversichtlich, dass das neue Kindergeldkonto mit dem Partnerschaftsbonus in Höhe von 1.000 Euro und der Familienzeit zusätzliche Anreize schafft, um Väter und Mütter bei der partnerschaftlichen Aufteilung der Kinderbetreuung noch besser zu unterstützen und wir diese Zahlen im nächsten Jahr noch steigern können“, erklärt Karmasin.  Ziel sei es, die Väterbeteiligung in allen Kinderbetreuungsgeldvarianten bis ins Jahr 2018 auf rund 25% zu steigern (derzeit 19%).

Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf fällt die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr positiver aus. Eine deutliche Steigerung der institutionell betreuten Kinder sowie der Kinder in Tagespflege geht mit dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen im Zuge der 15a-Bund-Länder Vereinbarung einher. Mit 305 Millionen Euro Bundesmitteln ist das die größte Ausbauoffensive die es je in Österreich gegeben hat. Bund, Länder und Gemeinden nutzen diese Mittel intensiv um mehr und bessere Betreuungsangebote anbieten zu können.

„Der Ausbau der Kinderbetreuung ist eines der erfolgreichsten Projekte das wir bisher umgesetzt haben, 2015 konnten weitere 11.320 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Seit dem Jahr 2007 wurden insgesamt bereits knapp 59.000 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen, so unterstützen wir Österreichs Eltern bei der optimalen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bieten den Kindern wertvolle pädagogische Entwicklungsmöglichkeiten. Mein Ziel ist es 13.000 neue Betreuungsplätze bis 2018 zu schaffen und das Barcelona-Ziel von 33% Betreuungsquote bei den Unter-3-Jährigen zu erreichen“, so die Familienministerin. Zusätzlich zu weiteren Qualitätsverbesserungen soll ab 2018/2019 auch der Bildungskompass eingesetzt werden, um die Ressourcen, Potentiale und Interessen jedes einzelnen Kindes zu dokumentieren und besser fördern zu können.

Erfreulich sei auch die steigende Gesamtfertilitätsrate. 2.600 Kinder mehr als im Vorjahr sind im Jahr 2015 auf die Welt gekommen: „Wir müssen optimale Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung schaffen um den Kinderwunsch auch in Kinderrealität umsetzen zu können“, betont Karmasin.

Aufholbedarf gebe es bei der Anzahl von Frauen in Führungspositionen und dem Frauenteil bei den BetriebsrätInnen. Die Familienministerin sieht sich durch die aktuellen Zahlen jedenfalls bestätigt, dass man auf einem guten Weg sei ihr Ziel zu erreichen, Österreich bis 2025 zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen.

26. September 2016 / by / in
Sorgenfreie Tage für wohnungslose Kinde

“Kind sein dürfen!”

Seit 35 Jahren lassen Mädchen und Burschen den Alltag in der Wiener Übergangswohneinrichtung Haus Kastanienallee am Kinderbauernhof Eschenau hinter sich. Selbst im reichen Österreich sind Kinder von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen. Sie brauchen ganz besondere Unterstützung.  

In den Familieneinrichtungen von „wieder wohnen“ leben mehrere Hundert Kinder, viele davon im Haus Kastanienallee. Neben einem Dach über dem Kopf werden die Familien dort intensiv betreut um wieder eigenständig wohnen zu können. Allen Bemühungen zum Trotz bleibt die Situation der Kinder schwierig: Oft ist die Familiensituation zerrüttet, die finanziellen Mittel sind immer begrenzt. Von Ausflügen oder Urlauben könnten die Kinder daher nur träumen – wäre da nicht der Kinderbauernhof Eschenau.

Der Alltag von Kindern aus wohnungslosen Familien ist oft belastend. Umso schöner ist es, dass ihnen im Kinderbauernhof Eschenau schon so lange die Möglichkeit geboten wird, eine sorgenfreie Zeit erleben zu können, in der es nur um sie selber und ein gutes Miteinander geht.

Der Bauernhof liegt im schönen Voralpengebiet. Idyllisch, zwischen zwei Bächen gelegen, umgeben von saftigen Wiesen und dichten, geheimnisvollen Wäldern. Ein schöner Platz um benachteiligten Kindern ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern. Ein Ort, wo sie unbeschwert “Kind sein dürfen”.

Im Kinderbauernhof Eschenau werden die Kinder aus dem Haus Kastanienallee, das schon über 100 Jahre im Dienst der Wiener Wohnungslosenhilfe steht, seit 1981 ebenso herzlich wie regelmäßig in Empfang genommen – sei es am Wochenende oder, in den Ferien, auch für längere Zeit. In dem idyllisch gelegenen Anwesen können sie ganz Kind sein und im Spiel mit den BetreuerInnen und im Kontakt zu den zahmen Tieren, die den Bauernhof bevölkern, ihre Probleme hinter sich lassen.

20. September 2016 / by / in
Angst vor der Schule

Wenn am Morgen alles weh tut!

Viele Schulkinder leiden regelmäßig an Beschwerden wie Bauch- oder Kopfschmerzen. Eltern sollten in diesem Fall daran denken, dass diese Beschwerden möglicherweise auch Ausdruck von Schulangst sein können. Kinder können dem Angst machenden Schulalltag oft nur entgehen, wenn sie krank werden. Schulangst ist eine spezielle Erscheinungsform der Angst. Sie ist eine Reaktion auf Gefahren oder Bedrohungen in Bezug auf Schule und kann vielfältige Ursachen haben.

Die Symptome von Schulangst sind von Kind zu Kind verschieden. Sobald sie zu Hause bleiben dürfen, sind die Symptome weg. Sie können auch eine Reaktion auf ganz andere seelische Belastungen darstellen, etwa auf Spannungen zwischen den Eltern, einen Umzug oder auch einen Todesfall. Die häufigsten Symptome sind:

  • („Schul-Bauchweh“), zeitweise verbunden mit Übelkeit und Erbrechen
  • Andauernde Müdigkeit aber auch Unruhe, Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen
  • Lustlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Zittern, Schweißausbrüche, Nervosität
  • nächtlicher Urinverlust
  • Schlafstörungen, auch Angst- und schlimme Träume
  • Überempfindlichkeit, Gereiztheit
  • Stottern oder Stammeln, wenn das Kind vom Lehrer aufgerufen wird
  • Verhaltensauffälligkeiten vom Trödeln vor der Schule über Aggressionen oder auch Depressionen, neuerliches Nägelkauen oder Einnässen bzw. -koten bis hin zur totalen Schulverweigerung.

Formen von Schulangst

  • Prüfungsangst: Angst vor schlechten Noten, Sitzen bleiben und/oder Versagen
  • Angst vor Bloßstellung oder Lächerlichmachen
  • Angst vor Trennung
  • Angst vor Strafe
  • Angst vor anderen, wie zum Beispiel vor Lehrkräften oder Mitschülern = soziale Angst
  • Angst vor Konflikten
  • Angst vor der Institution Schule (vor der Hierarchie, der Größe)

Eine weitere Form der Schulangst ist die Schulphobie, die sich mit Panikreaktionen bei Schulbesuch äußert. Diese Form dürfte jedoch weniger mit der Schule, sondern eher mit Problemsituationen in der Familie verbunden sein.

Und zuletzt eine Form der Schulverweigerung, die kaum Ängste zur Ursache hat, sondern wobei die als mühsam empfundene Schulsituation gegen andere, interessanter empfundene Aktivitäten getauscht wird, das Schulschwänzen.

Ursachen herausfinden – was kann dahinter stecken?

Liegt es an den Mitschülern, wird ein Schulkind regelmäßig wegen fehlerhafter Antworten ausgelacht? Liegt es am Lehrer in Verbindung mit einem bestimmten Fach? Soziale Konflikte mit Mitschülern oder Lehrern sind eine wesentliche Ursache, ebenso die Strukturen der Schule oder des Unterrichtes.

Noten- bzw. Versagensängste stecken möglicherweise ebenso hinter einer Schulangst, die durch übertriebenen Leistungsdruck der Eltern entstehen können. Ebenso sind dadurch Konzentrations- und Lernstörungen möglich. Die Bildungserwartungen und -ansprüche in unserer Gesellschaft steigen ständig. Daraus resultiert, dass auch Eltern das Leistungsverhalten ihrer Kinder wichtig ist. Die Schule nimmt somit einen hohen Stellenwert im Familienalltag ein und prägt die innerfamiliären Beziehung.

Ebenso tragen Gewalterfahrungen an der Schule oder auf dem Schulweg, Kränkungen durch Mitschüler oder Lehrer sowie ein möglicher Außenseiterstandpunkt zur Entstehung einer Schulangst bei.

 

Was können Eltern gegen Schulangst tun?

  • Kein Vergleich mit Noten und Leistungen anderer Kinder -) dadurch Vermeidung eines zu hohen Stressfaktors, welcher das Lern- und Leistungsvermögen der Kinder behindert
  • Dem Kind Ansprechpartner zum Mitteilen seiner Gefühle sein
  • Kein Zwang oder Strafen auf Seiten der Eltern in Bezug auf Schulangst, sondern Wahrnehmung und Anerkennung kindlicher Nöte
  • Stärkung des Kindes, sich Herausforderungen zu stellen und gemeinsame Lösungswege
  • Förderung von Lebensfreude und Selbstbewusstsein des Kindes

Weder Eltern noch Kinder dürfen es als Schande empfinden, sich bei Bedarf an einen Psychologen oder an Beratungsstellen zu wenden.

Kinder benötigen von Seiten der Eltern und der Familie einen Raum, indem sie eine starke Persönlichkeit entwickeln, wo in der Erziehung die Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes gefördert wird und sie sich frei entfalten dürfen, ohne Angst vor Fehlern. Die Entstehung von Schulangst und anderer gravierender Ängste sollen somit gar nicht entstehen. Es ist allerdings sehr wichtig, mögliche Schulängste von Kindern wahr- und ernst zu nehmen, sie auch zu verstehen und die Kinder zu unterstützen.

19. September 2016 / by / in
Kinder auf dem Schulweg – Übung macht den Meister

Eltern müssen Vorbild sein

Gerade für Schulanfänger ist es wichtig, dass der Schulweg gemeinsam mit den Eltern geübt wird, weil dabei viele Dinge bedacht werden müssen. Wichtig ist auch, nicht nur unter Idealbedingungen mit den Kindern zu trainieren.
Bevor man mit dem Üben beginnt, sollte zunächst der sicherste Schulweg (der nicht immer der kürzeste ist) eruiert werden. Beim Üben selbst gilt es zu bedenken, dass das Kind auf dem Schulweg nicht immer unter Idealbedingungen unterwegs ist. Manche Kinder neigen zu Fehl- oder Angstreaktionen, wenn sie vor neuen Herausforderungen stehen, die nicht geübt wurden. Kurz vor Ferienende herrscht meist Sonnenschein und gute Sicht, der Verkehr ist nicht so stark, es sind kaum andere Kinder am zukünftigen Schulweg unterwegs – all das ändert sich, wenn es wirklich mit der Schule los geht. Ein Tipp: Man sollte nach Möglichkeit auch einmal unter erschwerten Bedingungen mit den Kindern den Weg abgehen, z. B. an einem regnerischen Tag, in der Dämmerung oder gemeinsam in einer Kindergruppe.
Ziel des Schulweg-Übens sollte immer ein Sicherheitstraining sein: Richtige Handlungsanleitungen, kindgerecht mit ausreichend Zeit und ruhig erklärt. Als Elternteil ist man das größte Vorbild für den Nachwuchs ist – entsprechend wichtig ist es, geduldig vorzugehen und zu loben, wenn etwas richtig gemacht wird. Motivierend für Kinder kann auch sein, wenn sie die Führung übernehmen und den Eltern zeigen und erklären können, wie man sich richtig verhält.

Vertrauensgrundsatz gilt nicht für Kinder

Fahrzeuglenker dürfen bei Kindern nicht darauf vertrauen, dass sie im Straßenverkehr adäquat reagieren. Kinder schauen beispielsweise häufig nicht nach beiden Seiten, wenn sie die Fahrbahn überqueren. Auch variieren sie oft das Tempo, laufen oder reagieren spontan, stoppen und kehren plötzlich um. Vieles lässt sich durch Üben antrainieren, aber verlassen darf man sich nicht darauf, dass das Gelernte auch immer beherzigt wird. Kinder agieren in Gruppen auch eher risikoreich, sind leichter abgelenkt und zeigen mehr motorische Unruhe. Das sollten Fahrzeuglenker bedenken, wenn sie Kindergruppen am Fahrbahnrand oder beim Überqueren der Fahrbahn sehen und dementsprechend mehr Abstand halten sowie ein geringeres Tempo wählen. Und noch ein Tipp: Beim Üben des Weges müssen Eltern das noch eingeschränkte und beengte Blickfeld der Kinder berücksichtigen. Mögliche Sicht- und Blickeinschränkungen, die es im Straßenverkehr für Kinder gibt, erkennt man am besten, wenn man in die Hocke geht und sich so auf Augenhöhe des Kindes begibt.
5. September 2016 / by / in
Schulstartpakete unterstützen einkommensschwache Familien

Kinder erhalten Unterstützung

Das Schulstartpaket ist eine konkrete Sachleistung, die Familien mit Mindestsicherungsbezug unterstützt – ein Projekt auf Initiative der Europäischen Union, das direkt bei den Menschen ankommt.

Für viele tausende Schülerinnen und Schüler beginnt die Schule und damit eine neue und ereignisreiche Zeit. „Der Schulstart ist für die ganze Familie ein wichtiges und aufregendes Ereignis. Gleichzeitig sind die Kosten für den Schulbeginn für viele Familien eine große Herausforderung. Mit dem „Schulstartpaket“ können wir finanzielle Belastungen zum Schulbeginn für einkommensschwache Familien abfedern und den Schülerinnen und Schülern in ganz Österreich einen guten Start in das Schuljahr ermöglichen“, zeigt sich Sozialminister Alois Stöger erfreut.

2015 griff das Sozialministerium die Initiative der Europäischen Union zur Armutsbekämpfung auf und startete das Projekt „Schulstartpaket“. Zur Auswahl stehen elf verschiedene Pakete – von Schultaschen, Rucksäcken bis Schulmaterialien. Durchgeführt wird das Projekt vom Roten Kreuz, finanziert wird es zu mehr als 80% aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD). Geknüpft ist die Inanspruchnahme wie auch im letzten Jahr an den Bezug der Bedarfsorientierten Mindestsicherung.

Über Das Projekt „Schulstartpaket“

Die Aktion läuft noch bis Mitte September und wird aus Mitteln des Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD) unterstützt. Insgesamt stehen für Österreich 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon rund 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Hilfsfonds für am stärksten benachteiligte Personen (FEAD), den Rest trägt das Sozialministerium.

5. September 2016 / by / in
Betreuungskosten vom Finanzamt zurückholen

Bis zu 2.300 EURO

Seit dem Jahr 2009 können Eltern die Kosten der Kinderbetreuung bis zu einem Höchstbetrag von 2.300 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen. Dazu müssen die Ausgaben lediglich in der Arbeitnehmerveranlagung (oder Einkommensteuererklärung) angegeben werden. Alleinerziehende können darüber hinausgehende Kosten sogar als außergewöhnliche Belastung absetzen, dabei wird aber ein Selbstbehalt abgezogen.

Voraussetzung ist, dass das Kind das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Kosten müssen tatsächlich bezahlt worden sein (Rechnung) und die Betreuung muss entweder in offiziellen Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort, etc.) oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt sein. Dafür reicht eine Ausbildung zur Kinderbetreuung und Kindererziehung im Mindestausmaß von acht Stunden aus. Die Betreuungsperson muss mindestens 16 Jahre alt sein. Ist die Person zwischen 16 und 21 Jahre alt, ist eine Ausbildung von mindestens 16 Stunden notwendig.

Neben den eigentlichen Kosten sind auch die Ausgaben für Verpflegung und Bastelgeld. Leider nicht absetzbar sind Kosten für Privatschulen und Nachhilfe sowie die Fahrtkosten zur Kinderbetreuung.

Nur wenige Eltern wissen, dass auch die Kosten für die Ferienbetreuung, z.B. ein Ferienlager, absetzbar sind. Dabei können sämtliche Kosten berücksichtigt werden, neben Verpflegung und Unterkunft auch die Kosten von Sportangeboten und die Fahrtkosten für den Bus von und zum Ferienlager.

 

30. August 2016 / by / in
Wiener Spiel!Straße fördert das Miteinander

(Schul-)start mit den Wiener Spiel!Straßen

Auch im September findet noch das tolle Angebot der Wiener Spielstraßen statt, bei der wieder alle Kinder reichlich Gelegenheit haben auf der Straße zu spielen.

Bei der Wiener Spielstraße werden ausgewählte Straßenabschnitte temporär für den Autoverkehr gesperrt und den Kindern zum sicheren Spielen überlassen. Dabei können Kinder den öffentlichen Raum vielfältig nutzen und neu entdecken.

Die Kinder werden von geschulten Freizeitpädagoginnen und -pädagogen professionell betreut und zu unterschiedlichen Spielen animiert. Sie können Spielen, Laufen, Basteln, Jonglieren, Turnen, Ballspielen, Seilspringen, Spinnennetze bauen und vieles mehr. Ein besonderes Highlight sind die Fahrradparcours der Wiener Mobilitätsagentur, denn die Beherrschung des Fahrrades und die Verkehrssicherheit werden im selbst gestalteten Parcours mit kleinen Verkehrszeichen und Abbiegemanövern geübt. Dabei werden die Geschicklichkeit und die Freude am Radfahren gefördert.

Alle sind eingeladen

Spielen, plaudern, picknicken und vernetzen – Jung und Alt können in gemütlicher Atmosphäre ihre Nachbarinnen und Nachbarn besser kennenlernen und Informationen austauschen. Speziell soll dabei der Aspekt der Straßennutzung, des Straßenspiels und des Heranwachsens junger Menschen zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen angesprochen, aufgegriffen und bearbeitet werden bzw. direkt in die Aktionen einfließen. Dabei werden das Zusammenleben und das miteinander Spielen in der unmittelbaren Nachbarschaft gefördert.

Termine:

  • 3. Bezirk Fr., 9.9.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr, 3., Kleistgasse (GB*3/11) Fr., 7.10.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr, 3., Kleistgasse (GB*3/11)
  • 7. Bezirk Do., 1.9.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr, 7., Richtergasse (Multikulturelles Netzwerk) Do., 8.9.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr, 7., Mentergasse 11-13 (Multikulturelles Netzwerk)
  • 8. Bezirk Mi., 7.9.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr, 8., Zeltgasse (Wr. Familienbund)
  • 9. Bezirk Di., 6.9.2016, 15:00 bis 18:00 Uhr, 9., Servitengasse (JUVIVO) Di., 13.9.2016, 15:00 bis 18:00 Uhr, 9., Servitengasse (JUVIVO) Di., 20.9.2016, 15:00 bis 18:00 Uhr, 9., Servitengasse (JUVIVO) Di., 27.9.2016, 15:00 bis 18:00 Uhr, 9., Servitengasse (JUVIVO)
  • 16. Bezirk Mi., 21.9.2016, 14:00 bis 17:00 Uhr, 16., Lorenz-Mandl-Gasse (Wr. Kinderfreunde)

Zur Wiener Spielstraße sind alle eingeladen! Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – alle sind willkommen und dürfen den autofreien Straßenraum nutzen.

30. August 2016 / by / in
Reisespiele

Mit diesen Spielen macht das Autofahren voll Spaß

Farbenspiel – Eine Alternative zum allseits bekannten „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist das Farbenspiel. Dabei nennt man einfach eine Farbe und die Kleinen müssen Dinge in dieser Farbe entdecken. Wer die meisten gefunden hat, hat gewonnen.

Teekesselchen – Ein Spieler denkt sich einen Begriff aus, der mehrere Bedeutungen hat, 
zum Beispiel „Artikel“ (Zeitungsartikel, Kaufartikel,…). Nun müssen die verschiedenen Bedeutungen beschrieben werden, zum Beispiel so: „Mein Teekesselchen kann man lesen und mein Teekesselchen kann man kaufen“. Wer den Begriff errät, bekommt Punkte. Je weniger Hinweise man gebraucht hat, desto mehr Punkte erhält man.

Reise-Rallye – Dieses Reisespiel erfordert ein wenig Vorbereitung, macht dafür aber viel Spaß und dauert die ganze Autofahrt lang. Man bereitet zu Hause Fragen für die Rallye vor, zum Beispiel:

        • Welche Stadt durchfahren wir als erste?
        • Wie viele Kilometer liegen zwischen X und Y?
        • Was ist auf dem Wappen von Bundesland X abgebildet?
        • Wie heißt die Raststätte, an der wir zuletzt Pause gemacht haben?
        Richtige Antworten werden nach der Fahrt belohnt. Zum Beispiel dürfen die Kinder bestimmen, was am ersten Tag in den Ferien unternommen wird.

 

Wer oder was bin ich? – Ein Spieler behauptet, eine andere Person, ein Gegenstand oder eine Stadt zu sein. Die anderen müssen nun durch Ja-oder-Nein-Fragen herausfinden, wer oder was der Spieler ist, zum Beispiel mit „Bist du ein Tier?“, „Hast du Flügel?“, „Haben wir dich schon einmal in der Natur gesehen?“. Wer als erster richtig rät, ist als nächstes dran.

Magnetische Spielesets
Wer doch nicht ganz ohne Spielzeug auskommt, kann mit magnetischen Spielesets auftrumpfen, womit sich das Herumfliegen von Spielfiguren während der Autofahrt gut vermeiden lässt. Die Bauteile und Figuren haften auf der Blechschachtel und können so auch nicht so schnell verloren gehen.

Smartphone und Co
Auch die moderne Technik kann bei einer langen Autofahrt gegen Langeweile helfen. Es gibt speziell auf Kinder zugeschnittene Apps die mit nur wenigen Klicks auf das Smartphone oder Tablet geladen werden können. Natürlich ist jedem Tablet oder Handyspiel ein spannendes Phantasiespiel, Malbücher oder Ähnliches vorzuziehen, hier ist Abwechslung das Maß aller Dinge. Für gute Unterhaltung sorgen zudem Videosysteme für das Auto. Sowohl tragbare DVD-Player oder am Rücksitz fix montierte Monitore sind bei den Kleinen äußerst beliebt. Den Lieblingsfilm oder die Lieblingsserie in das Laufwerk eingelegt, und schon kann es losgehen.

Die Klassiker
Nie aus der Mode kommen Hörbücher,  denn sie laden Kinder jeder Altersgruppe zum aufmerksamen Zuhören oder Mitsingen ein. Es gibt sie in den verschiedensten Ausführungen, mit aufregenden Rätseln, lustigen Geschichten und Liedern.  Die allseits beliebte Maltafel ist bei dem einen oder anderen vielleicht schon in Vergessenheit geraten, dabei eignet sie sich perfekt für die Urlaubsreise. Durch den befestigten Stift und die immer wieder löschbare Oberfläche, geht nichts verloren und es muss auch nicht darauf geachtet werden, ob nicht statt dem Blatt Papier vielleicht doch das Auto künstlerisch umgestaltet wird.

22. August 2016 / by / in