Betreuungskosten vom Finanzamt zurückholen

Betreuungskosten vom Finanzamt zurückholen

Bis zu 2.300 EURO

Seit dem Jahr 2009 können Eltern die Kosten der Kinderbetreuung bis zu einem Höchstbetrag von 2.300 Euro pro Jahr steuerlich geltend machen. Dazu müssen die Ausgaben lediglich in der Arbeitnehmerveranlagung (oder Einkommensteuererklärung) angegeben werden. Alleinerziehende können darüber hinausgehende Kosten sogar als außergewöhnliche Belastung absetzen, dabei wird aber ein Selbstbehalt abgezogen. Voraussetzung ist, dass das Kind das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Die Kosten müssen tatsächlich bezahlt worden sein (Rechnung) und die Betreuung muss entweder in offiziellen Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindergarten, Kinderkrippe, Hort, etc.) oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt sein. Dafür reicht eine Ausbildung zur Kinderbetreuung und Kindererziehung im Mindestausmaß von acht Stunden aus. Die Betreuungsperson muss mindestens 16 Jahre alt sein. Ist die Person zwischen 16 und 21 Jahre alt, ist eine Ausbildung von mindestens 16 Stunden notwendig. Neben den eigentlichen Kosten sind auch die Ausgaben für Verpflegung und Bastelgeld. Leider nicht absetzbar sind Kosten für Privatschulen und Nachhilfe sowie die Fahrtkosten zur Kinderbetreuung. Nur wenige Eltern wissen, dass auch die Kosten für die Ferienbetreuung, z.B. ein Ferienlager, absetzbar sind. Dabei können sämtliche Kosten berücksichtigt werden, neben Verpflegung und Unterkunft auch die Kosten von Sportangeboten und die Fahrtkosten für den Bus von und zum Ferienlager.  
30. August 2016 / von / in

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